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Friedrich Weinrebs


 

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Zitat:

Terach ist es, der als erster Geld macht. Geld ist etwas, das selbstständig bestehen kann. Es gibt Veranlassung in Werten zu rechnen und zu denken, welche zunehmend ein selbstständiges Dasein führen können. Geld löst sich vom Ding, es ist eine willkürliche Schöpfung. Geld mißt den Wert der Dinge, und dieser Geldwert stellt sich im Bewußtsein der Menschen vor den Schöpfungswert. Allmählich wendet sich die Aufmerksamkeit von den Dingen ab. Der Mensch hört nicht mehr die Sprache der Dinge, da die Sprache des Geldes immer lauter wird. Das Geld überstreckt sich, indem es schließlich seinen eigenen Wert gewinnt, den es an sich selbst mißt.
Jedes Gut wird eine Verfügbarkeit, die mit Geld zu tun hat. Der Mensch lernt wegzusehen vom Sinn jedes Dinges, der ihm von der Schöpfung her eigen ist. Er achtet nicht mehr auf das Ding als Zeichen und verarmt, indem er in Preisen denkt und reagiert. Das Geld wird ihm zur Geißel, die ihm peinigt und zu immer rascherer Gangart antreibt, weg vom Ursprung. Geld macht den Menschen beziehungslos.

aus:
Wie sie den Anfang träumten

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Friedrich Weinreb (1910 Lemberg – 1988 Zürich) war die große Ausnahmeerscheinung im Judentum des 20. Jahrhunderts. Mit seinem bahnbrechenden Buch "Schöpfung im Wort - Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung" öffnete er die Schatzkammer des alten jüdischen Wissens für die Welt