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Leiblichkeit

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Beschreibung

Friedrich Weinreb. "Leiblichkeit."
Unser Körper und seine Organe als Ausdruck des ewigen Menschen
3. Auflage
125 Seiten. Broschiert. Format 13 x 21 cm.
ISBN 3-88411-033-0

Unser Körper mit allen seinen Gliedern und Organen führt in zahllosen Ausdrücken unserer Sprache eine Art Doppelleben. Was haben unsere Füße mit dem Verstehen, unsere Hände mit dem Begreifen, unser Nacken mit Hartnäckigkeit zu tun? Körperlichkeit ist gar nicht auf das Anatomische, medizinisch Feststellbare beschränkt. Vielmehr kehrt der Körper in der Sprache verwandelt wieder, freier, weiter, umfassender: als Leib.
Obwohl wir sehr gut wissen, daß unser Körper kein bloßes mechanisch funktionales Gebilde mit begrenzter Laufzeit ist, behandeln wir ihn doch oft so. Die Stars des Hochleistungssports und alltägliche Vitamin- und Kalorienratgeber suggerieren eine Körperpflege, die den Körper einseitig äußerlich übertreibt. Und je stärker dies geschieht, desto mehr wird die Leiblichkeit, das eigentliche Zentrum des Körpers, verdrängt oder ganz ausgeschaltet. Abgeschnitten vom Leib aber wuchert der Körper gewalttätig, und wo er an seine Grenzen stößt, gerät er in Panik, Untergangsstimmung, Verzweiflung.
Friedrich Weinreb erzählt aus dem alten Wissen des Judentums vom Körper des Menschen, der vom Leib her befreit ist, und liefert damit die Grundlage für Einsichten in psychosomatische Zusammenhänge.

"Denn der Leib steht dem Körper eigentlich gegenüber wie Zeitlosigkeit der Zeitlichkeit. Wir leben also hier schon zeitlos. Die Zeit tut dem Leib eigentlich wenig an. Deshalb wohl die Sehnsucht im Körperlichen nach Ewigkeit, die Sehnsucht, dem Tod, dem Verschwinden endlich einmal zu entkommen."

Meinungen:

"Weinreb versucht nicht nur, vom Wort her den Körper zu erfassen – seine Beispiele lehren uns eine gewisse Sinnlichkeit der Wahrnehmung und Sprache –, sondern den Leib als das Überdauernde, das, was zwischen uns selbst und der Welt steht, zu begreifen." – Forum der Gesellschaft homöopathischer Ärzte.

 


"Die Beschäftigung mit der Homöopathie bringt es mit sich, dass wir Körper und Seele nicht auseinander dividieren können, vielmehr einer ganzheitlichen Schau bedürfen, die die tiefen Dimensionen des Menschen einschliesst, sogar eine generationsübergreifende Perspektive beinhaltet. ... Eine wichtige Hilfe kann dabei ein kleines Bändchen von Friedrich Weinreb sein, in dem er sich, von der jüdischen Überlieferung kommend, mit dem, was den Begriff des Leibes impliziert, auseinandersetzt. Weinreb versucht nicht nur, vom Wort her den Körper zu erfassen - seine Beispiele lehren uns seine gewisse Sinnlichkeit der Wahrnehmung und Sprache -, sondern den Leib als das Überdauernde, das, was zwischen uns selbst und der Welt steht, zu begreifen. ... Wenngleich Weinrebs Betrachtungen zunächst ungewohnt sind, sollte man sie wirken lassen wie eine gut gewählte Arznei, denn nur, wenn wir leibhaftig sind, können wir versuchen zu heilen, um auch geheilt zu werden."
Dr. Rainer Appell in: Forum der Gesellschaft homöopathischer Ärzte, Wittenberg, Nr.1 April 1991

 

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Kategorie: Bücher

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