Beschreibung
Eine "göttliche Erklärung zur Schöpfungsgeschichte" nennt Friedrich Weinreb
die Kabbala. Wenn er von ihr als einem "Lebensgefühl" spricht, wird deutlich,
daß sie verborgen im Inneren des Menschen anwesend ist. Kabbala ist eben keine
Geheimwissenschaft und hat weder etwas mit Zahlenspielerei noch mit magischen
Praktiken zu tun. Gerade der weitverbreitete Mißbrauch, der mit dem Begriff
Kabbala getrieben wird, hat Friedrich Weinreb dazu bewogen, die Grundzüge dieser
Lehre von der Formwerdung im Prozeß der Schöpfung allgemeinverständlich nach den
alten Quellen darzulegen. Denn was hier von den zehn Sphären und den vier Welten
überliefert ist, strukturiert unser "Leben, das doch das Lieben Gottes enthält",
und macht es schöpferisch, kreativ im eigentlichen Sinn.
Die alten Bilder der
jüdischen Überlieferung, die erklären, wie der Mensch im Kern beschaffen ist,
treten im Erzählen Friedrich Weinrebs aus den Wurzeltiefen ins helle Bewußtsein.
Auf die Grundfragen des Menschen: Woher komme ich? Wozu bin ich hier auf Erden
da? Und wo bin ich nach dem Tod?, findet der Suchende in der Kabbala ein reiches
Welt- und Menschenbild von Antworten. Im Gegenüber zur kühlen philosophischen
Erkenntnis wird in der Kabbala die Erfahrung des Schöpferischen vermittelt, ein
Lebensgefühl der Freude, der Ehrfurcht und des Staunens. Aus solcher
chassidischer Lebenspraxis, in dem der heilige "Sohar" und die Lehren des Isaak
Luria von Safed das Alltagsleben bestimmen, gibt Friedrich Weinreb tiefe
Einblicke in die wichtigsten Themen der jüdische Mystik.



















