Beschreibung
Friedrich Weinreb "Die Freuden Hiobs"
Eine Deutung des Buches Hiob
nach jüdischer Überlieferung
Herausgegeben von Christian Schneider
536
Seiten. Halbleinen. Format 13,2 x 21,2 cm
ISBN 978-3-9523168-1-8
Friedrich Weinrebs Begegnung mit Hiob schlägt ein neues Kapitel in der
Auseinandersetzung mit einem Buch der Bibel auf, das uns wie kein anderes
existentiell verstört und herausfordert. Aus den Quellen des alten jüdischen
Wissens schöpfend, wagt Weinreb den Versuch, Hiob in uns selbst zu finden. Wie
er die Bilder der Hiobsgeschichte, die die größten Dichter immer wieder zu
tiefgründigen Menschendarstellungen inspirierten, so ins gegenwärtige Erleben
»übersetzt«, daß wir Hiob »als Freund, als Bruder« erfahren, sprengt die
Verkrustungen theologischer Zu- und Festschreibungen endlich auf. Könnte es
nicht sein, fragt sich Weinreb, daß uns unser Schicksal zur Leidensgeschichte
wird, weil wir der darin verborgenen Liebesgeschichte keinen Glauben schenken?
Im Mittelpunkt des Buches die Textfassungen zweier Tagungen im Jahr 1977:
über die »Freuden Hiobs« im Frühling in Bad Boll und das »Geheimnis des Leids«
im Sommer auf Schloß Schöneck. Dort hat Weinreb jeweils mehrere Tage die Extreme
ausgelotet ? wie sie sich in Gott und im Menschen berühren.
»Die Bibel wird
in uns lebendig, wenn wir ihre Geschichten in uns wiederfinden. Wenn wir zu den
biblischen Gestalten Beziehung haben, dann können wir sie auch außerhalb von uns
sehen. Sonst sind sie historische Figuren, die uns weiter nichts sagen. Erst
einmal müssen wir sie im Erleben erfahren, denn dort sind wir im Bild Gottes.«
»Hiobs Reden mit den Freunden und Gottes Antwort an Hiob sind unsere
Gespräche, unsere Fragestellungen im Leben. Sie fügen sich in uns aus allen
Teilen zusammen, die in den Schichten unseres Lebens weit auseinandergezogen
sind.«
»Vielleicht können wir uns wirklich kennenlernen, wenn wir uns fragen,
wo wir Hiob in uns selbst wiederfinden.«



















