Hat der Mensch noch eine Zukunft?

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Beschreibung

Friedrich Weinreb. "Hat der Mensch noch eine Zukunft?"
2. Auflage
99 Seiten. Kartoniert. Format 11,8 x 20 cm.
ISBN 978-3-282-00004-3
Origo - Verlag

Hintergründe der Krise, die im Herrschaftsanspruch der Wissenschaft wurzeln. Ihre Überwindung kommt von innen her und schenkt dem Menschen die Wärme der Beziehungen und die Freude am Leben.

In weiten Kreisen herrscht Pessimismus. Man hat den Glauben an eine lebenswerte Zukunft verloren. Manche treiben die Schwarzseherei sehr weit. Sie erwarten eine Katastrophe, einen Weltuntergang. Alle Anzeichen deuten denn auch auf eine mögliche Explosion hin. Man ist alarmiert von der schnell um sich greifenden Verseuchung der Umwelt, den überall auftretenden Giftstoffen ? man denkt an die Preisgabe von moralischen Grundsätzen, die durch Jahrhunderte hochgehalten wurden; man ist betroffen vom Versagen der Kirchen, von der Zunahme politischen Gangstertums. Und jetzt melden sich, wie in jeder scheinbar aussichtslosen Lage, eschatologische Visionen, und mit ihnen steigen die eschatologischen Wunschträume auf.

Andere sind weniger extrem. Gewiß, sie verhehlen sich nicht die Gefahren der heutigen Situation, ja, einer wahrhaft tödlichen Bedrohung, doch sie sind der Ansicht, daß noch lange nicht alles verloren sei. Es sei nur Not, schnell, energisch und überlegt einzugreifen. So werde die Welt dem Menschen noch lange als Stätte des Lebens erhalten bleiben. Gut und sogar noch besser als je zuvor werde man hier leben.

Schließlich gibt es eine ganze Menge Menschen, für die es nicht der Rede wert ist, daß man solche Fragen stellt. Alles werde sich schon von selber wieder einrenken, wie noch stets. Zwar habe der technische Fortschritt in der Tat die entstandenen Gefahren unterschätzt und es an der nötigen Abwehr fehlen lassen - aber solche Gleichgewichtsstörungen im Entwicklungsprozeß seien ganz normal und würden sich schon im Laufe der Zeit ausgleichen.

Es ist schon so viel über diese Dinge geschrieben worden; es ist mehr als genug. Man schwelgt ja fast in der Darstellung der Gefahren, in denen die Welt schwebt. Gerade deshalb ist es gut, daß man die Welt und ihren Menschen einmal von einer andern Seite her ansieht. Nicht daß alles, was ich darüber zu berichten habe, völlig neu wäre, aber so vieles daran ist neu und andersartig, daß sich die Mühe lohnt, mich anzuhören.

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