Der Krieg der Römerin - Lebenserinnerungen 1935-1943

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Beschreibung

Friedrich Weinreb. "Der Krieg der Römerin."
Lebenserinnerungen 1935?1943
2 Bände. 524 Seiten. Gebunden. Format 13,2 x 21,2 cm.
ISBN 978-3-905783-21-6

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Wien und das christliche Europa einerseits, das chassidische "Keller-Lehrhaus" des Großvaters andererseits sind die Spannungspole, bevor es zur Konfrontation mit dem Bösen kommt: Krieg, Nazis, Deportation.

Vorwort und Einleitung PDF icon

Inhaltsverzeichnis Band 1:

  • Von der Fülle des Lebens
  • Ein Tag in Wien
  • Leben mit Akiba
  • Europa und die Welt
  • Jahre in Scheveningen
  • Die Bescheidenen
  • Römische Legionen
  • Das Böse und die Menschen

Inhaltsverzeichnis Band 2:

  • Die Roboter
  • Mit der Frauenarbeit fängt es an
  • Der Ernst der Bürokratie
  • Geburt und Vernichtung des Golem
  • Ein Scheveninger geht unter
  • Akiba und die Hoffnung
  • Wie der Krieg auf die Menschen wirkt
  • Der leere Mantel
  • Ein Mädchen lebt
  • Von der Kraft der Würde
  • Wann kommt nun der Messias?
  • Gespräch im Dunkel

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Die Wesentlichkeit der Begegnung Kai K., 03.05.2011


Weinreb hat seine Bücher nie großartig überarbeitet - eigentlich sind sie in ihrer gedruckten Form zugleich auch der 1. Entwurf. Die große Stärke des Erzählers Weinreb liegt in der Schilderung der Begegnung mit Menschen und Engeln. Da fährt Weinreb zu einer Kraft und Tiefe auf, die seinen Büchern über die Überlieferung in nichts nachstehen. Wenn es ihm darum geht, zeitliche Zusammenhänge darzustellen, tritt er (gerade in Korrespondenz mit seinen anderen Büchern der Biografie) erzählerisch auch gerne mal auf der Stelle. Seine Erzählung war Weinreb stets wichtig - ihm war bewußt, WAS er da in seinem Gesamtwerk beschrieb. Das muss ihn ihm auch die sich stets wiederholende Angst ausgelöst haben, dass der Leser ihm nicht folgen kann oder bestimmte Dinge für unwirklich hält - es ist mir ein Rätsel, warum er bis zum Schluß nicht glauben konnte, dass die Menschen, die ihm durch die Biografien und Erzählungen gefolgt sind, keinen Gedankensprung übel nahmen oder gar an der Wirklichkeit und Dichte seiner Überlieferung zweifelten. Zu den Kriegserlebnissen fügt dieses Buch keine großen, anderen Facetten hinzu: Die Langen Schatten haben eigentlich ein Wiederaufgreifen ganzer Abschnitte überflüssig gemacht. So steht die Biografie (trotz Weinrebs erzählerischer Stärke) dann manchmal auch auf der Stelle. Um dann doch plötzlich das Buch in fulminante Tiefen zu öffnen - als hätte er sich von der Pflicht der einführenden Linearität befreien können, um endlich von Begegnungen zu schreiben, von Gesprächen, die von der Ewigkeit berichten. Das macht eben auch diesen Band seiner Biografie zu einem wichtigen Teil seiner Gesamtüberlierferung.


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